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lunedì 7 marzo 2016


Wende.Hals, Wende.Angst und Wende.Mut


Wende.Hals, Wende.Angst und Wende.Mut
trafen sich zum Angeln.
Wollten nach recht langer Zeit
mal wieder sich zusammen tun.

Erzählten sich Geschichten, gern
von ihren Heimatdörfern.
So vieles gab es zu berichten,
der Abend brach schon bald heran.

Die Fische bissen bislang heut' nicht an,
als sie zu noch nie Erzähltem kamen
und als Erster Wende.Hals,
der immer und egal auch wo
etwas zum Besten geben wusste,
begann:


In Küsten
An der Großen Eiche,
Lag vor Jahren morgens
Eine frische Leiche.

Im Rundling
Die Leute sich trafen,
Um zu beraten,
Ob sie den Täter bestrafen.

Nur wusste Keiner,
Was eigentlich war geschehen,
Ob sie den Täter je finden.
Auch konnte Keiner
Der Leiche in die Augen sehen.

Es war die schöne Pfarrerstochter,
Die da lag; jeder Mann im Dorf,
Sie begehrte, ihr nachzusteigen suchte;
Das hatte die älteren Frauen
Des Dorfes sehr wütend gemacht
Und gegen die Junge sehr aufgebracht.

Mit zerstochenen Augen
Lag geschunden sie nun da,
Die Frauen im Dorf wirkten
Zufrieden, befriedigt gar.

Keiner konnte und wollte sagen,
Wer ward's gewesen,
So ließen sie die junge Frau
Im Wald verwesen.

Auch der Pfarrer wollte
Keine Schande,
Er gehörte also mit zur Bande,
Die zu vertuschen suchte,
Was war Ruchvolles geschehen;
Einen Täter hat Niemand
Je hängen sehen.

Und als die nächste junge Frau,
Ein Jahr später dann im Mai,
Ward gefunden, die Wirtshaustochter hold,
Gingen die Dorfleut' gleicher Maßen
Mit ihr um, man kann's wohl glauben.
So ging es dann ein jedes Jahr,
Es gab bald kaum noch junge Frauen mehr.

Doch eines Tages,
Rollten Züge durch das Land
Beladen voll mit sehr gefährlich' Gut,
Zu lagern es in salzig' Höhlen.

Keiner wollte dieses und sodann
Vergassen Alle alte Sorgen,
Machten auf sich mit so Vielen Andren
Aus dem Dorfe, Kreise, Land
Zu zeigen Gegenwehr 'gen Bestimmerhand.

Einzig die Uhr am Turm der Kirche
Zeugt seitdem von jener Stunde
Zu der jed' junge Frau einst ward gefunden,
Unter Küstens Großer Eiche schwer geschunden.
Nach dem letzten Fund blieb diese steh'n
Auf Neun, doch das Leben musste weitergeh'n.

Nundenn, so ward es Tradition,
Gab es fortan Torten von den älteren Frauen
Jedes Jahr, zur gleichen Zeit
Zu vergessen alte und zu ermahnen neue Wunden.


Als Zweiter war nun Wende.Angst
zu erzählen an der Reihe.
Er zierte sich, hatte Furcht im Kopf,
zu berichten aus seinem Dorfe.
Doch Wende.Mut sprach wohl zu ihm,
zu überlisten Angst und Furcht;
Keiner braucht sich schämen hier,
schon gar nicht für vergangene Taten,
Und Wende.Angst begann:


In Jeetzel wurden
Köpfe gezählt,
Die vom Henkersberg
Jenen Totenweg hinab
Zum Streichfeld rollten.

Und um die Ecke,
Auf dem Berg
Wohnte ein Zwerg,
Der eifrig
Eine Liste führte,
Wem Anrecht auf Platz
Auf dem Friedenhofe
Und somit Ehr' gebührte.

Und den Kapellenstieg entlang
Standen die Frommen,
Den' war entsetzlich bang.
Konnte ein Jeder doch,
Im Jeetzeldorf
Der Nächste sein,
Wessen Kopf wohl rollt'.

Trotz täglich Beten
Und wohl gerat'nem Tagwerk,
Hinten im Anger
Wurd's manch' Einem von ihnen
Dann noch banger,
Musste er das Waldstück
Dort betreten.

Nur der Schmied im Dorfe,
Ließ sich nicht beirren;
Sollten die Frommen doch brav sein,
Er tat so, wie er dachte.

Dieses war dem Zwerg,
Auf dem Berg wohl nicht geheuer
Und er legte sich und And're auf die Lauer
Zu erkunden, was der Schmied so machte.

Der machte Kunst und lebte frei,
Sollten doch die And'ren reden,
Es war ihm Einerlei.
Seine Kunst brachte ihm Ehr'
Und es kamen Leute
Wohl aus dem ganzen Land,
Den Schmied zu besuchen, zu erwerben dessen Kunst
Und er war bald weit bekannt.

Der Zwerg um die Ecke
Auf dem Berg ward neidisch und grämig,
Wollte den Schmied wohl hängen seh'n.
Doch dieser wehrte sich aber verließ das Dorf,
Bevor Schlimmes konnte geschehen:
Seitdem Jeetzel ein Ödfeld ist,
Denn auch And're verließen das Dorf ohne Frist.


Als Dritter war nun Wende.Mut gefragt,
zu erzählen aus seinem Dorfe.
Er sagte noch, seine Geschichte hätt' mehr Plaisier,
Und Wende.Mut fing an:


Aus Karmitz kam ein Mann,
Der sich nicht entmutigen ließ
Und das Leben liebte,
Gerade so, wie es kam.

Früher der Schulte im Dorfe
Sah man ihn später, als er lebte allein,
Oft durch die Straßen des Landes zieh'n.
Er malte und sang, zog sich bunt an,
War freundlich und nett zu Jedermann.

Er nannte sich Jesus,
Für And're war er ein Depp,
Doch er zeigte Aufrichtigkeit und
Blieb sich treu'.
Vor Spott hatte er keine Scheu.

Viele Jahre war er überall im Land
Eine Erscheinung bunt,
Brachte Freude und ward gern gesehen.
Nun weiß ich mehr nicht zu berichten;
Er war mutig, so tu' ich's kund.


Wende.Hals, Wende.Angst und Wende.Mut
sahen sich an und lachten,
klarer konnten die Welt sie nun betrachten.
Und als sie gerade zum Gehen sich wandten,
sprangen die Fische im Wasser herum.
Sie ließen diese tanzen und springen frei,
an Geschichten bereichert gingen sie;
Beute zu haben war ihnen jetzt Einerlei.



Die Geschichten ähneln Bekanntem aus dem Wend.Land
erheben jedoch keinen Anspruch des Historischen.

(poetry © stepha. mara brock)


sabato 20 febbraio 2016


Der Park ....


Der Park ....
Wege vergangener Spuren
halten mich in Atem;
sie sind wie frische Saaten,
doch im Nebel weilt der Tod.
Der Park .... ist leer.

Der Park ....
Wie gestern, unsere Begegnungen
und das Spiel unserer Gefährten;
sie sind lebendige Geschichten,
doch nach dem Leben kommt der Tod.
Der Park .... bleibt leer.


Spuren im Schützenpark, Lüchow (Wendland)
(poetry © stepha. mara brock)

mercoledì 17 febbraio 2016


Reise.nebeL


Die Nacht bricht an;
sie ist noch jung,
wie die Knospen einer jungen Frau.
Das graue Band der Strasse
im kargen Licht
zieht mich in das Land ....

.... durch feuchte Scheiben
wirken weiße Linien
wie milchig SpritzerSchwall.
Die Nacht gedeiht, schwillt an
zu dunkelharter Masse,
durch deren Kraft ich komme ....

.... auf neuen Wegen meiner Reise;
gelange zur der and'ren Seite
jenseits mir so bekannter Pfade.
Mein Sinn umschließt die Brücken
über wilden Fluten und
eine Sternenexplosion bricht los ....

.... hin zu Feldern voller Flügel,
der'n Schwingen mich zum Fliegen heben,
zu entdecken weite Enge
und heißer Dunst legt sich auf mich.
So seh' ich Dich wieder
und warte nicht bis Morgen bricht heran.


(poetry © stepha. mara brock)

domenica 13 dicembre 2015


WEND.e.PUNKT


Im Vorbeigeh'n
und einander nicht seh'n
brodelt es,
mein Inneres;
und mein Herz.Blut
raubt mir den Verstand.

Gehe weiter
meinen Weg, nicht g'rad heiter
unbekümmert zwar,
jedoch auch sonderbar;
und mein Blut.Herz
pocht wie nie gekannt.

Auf dem Feld,
drehe um,
heute nur 'ne kleine Runde;
nur nicht öffnen
meine Wunde.
Feige bis zum Gehtnichtmehr
fühle Wehmut, schwer.


W
   E
      N
         D
            E
                 .
            P
         U
      N
   K
T


Feldwärts,
umdreh'n,
kleine Runde heute nur;
ungeöffnet
diese meine Wunde.
Zum Gehtnichtmehr, gar feige;
Wehmut, fühle schwer.

Weitergeh'n,
meinen Weg, selbst wenig heiter
unbekümmert auch,
sonderbar berührt jedoch;
Blut.Herz
mein, wie nie Gekanntes, pochst.

Vorbeigeh'n,
nicht einander seh'n
brodelnd dann,
mein Innerstes;
Herz.Blut
mein, geraubt mir der Verstand.



12.12.15 im Schützenpark zu Lüchow (Wendland) - C.-o-o-K.
(poetry © stepha. mara brock)


giovedì 10 dicembre 2015


Fest.Schlacht


Ich habe viel
von Dir geseh'n,
verborgen
war der Schein.
Du wirst
mit Meiner Liebe geh'n,
geflohen
unter Deinen Stein.

Das Fest vorüber,
LichterGlanz verblasst.
Die Schlacht vorbei,
Rost zieht über's Land.

Es ist so viel
mit Mir gescheh'n,
verändert
ist das Sein.
Du bringst
nie Meine Liebe je zum Steh'n,
verankert
ist Dein Sein.

Das Fest erblüht,
LichterGlanz sich neu entfacht.
Die Schlacht verweilt,
rostig nun bleibt das Land.


für den Krebs - C.-o-o-K.
(poetry © stepha. mara brock)


martedì 7 luglio 2015

In EIGENER SACHE ....


Liebe Freunde, Bekannte und einfach Alle!

Endlich ist es raus!
Ich hebe mein persönliches "Projekt-Baby"
mit meinen Armen in die Luft,
damit es bald das Fliegen lernen kann!

Dazu brauche ich EURE UNTERSSTÜTZUNG!!
Schafft ihm eine Basis, damit aus dem Fliegen lernen
Taten werden!!

Auf der "Crowdfunding-Plattform Startnext"
ist seit heute mein Buch- und Ausstellungsprojekt
"WEND.e.n.LAND - eine Reise ins LIEBE.s.LEBEN"
in der Startphase.

Und jetzt zählt JEDE STIMME


Werdet FAN, gebt mir EUER Feedback!
Je mehr FANs und Feedbacks,
um so eher kommt mein Projekt in die Finanzierungsphase!

Und das wird die entscheidende Phase!

Werdet selbst UnterstützerInnen, teilt meinen Aufruf
mit weiteren Freunden und Bekannten und werdet Multiplikatoren,
um mein Projekt fliegen zu lassen!


www.startnext.com/wend-kunst-land




giovedì 5 marzo 2015

WEND.e.n.LAND - released


So bin ich endlich - lang ist's her
mal wieder im geliebten Land gestrandet,
auf der Suche meiner Straßen
weil der steten, lebhaft' Reisen
in diesem, meinem jungen Leben.

Wie schon des Öftern und mit Neugier
führt sie mich heran
an des langen Elbestrandes Ufer
mit seinem leisen Flüstern
"Folge mir, folge mir zum Mee-h-r!"

Bedächtig, ruhig im Morgendunst
der Strom liegt vor mir,
kalt und schneidend, der Ostwind
peitscht ohne Gnade
unerwartet mir in mein Gesicht.

Eben noch im warmen, ausgedehnten Lager
erkunde ich das geliebte Land,
ein Stückchen heut' nur,
birgt doch dieser Erdenfleck
soviel Anderes und ein Weiter noch.


Wollte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Schönheit.


Gestern in des Junkerwerders Forst
fühlt' ich Freude, Wärme und ZuHause.
Heute auf dem Pfad am Ufer
erleb' ich Kummer, Kälte, Fremdenheit.
Doch Vision kommt von dem Land was mich umgibt.

Voran zur Hidesaker Insel,
wo einst Zerstörung, Brand und Hexenmord
und jüngst unsäglich' Flut geschah,
zeigt mir, geh' ich weiter nun,
die Jeetzel ihre weit gespreizten Arme.

Der Fluß, die Elbe nährt,
im Nebel liegt, mir jetzt entgegen kommt.
Gedanken gehen fort ins Land,
wo er Lauf durch Lüchow nimmt,
liegt viel vor mir, noch, was mich zu sich lockt.


Müsste wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Vielfalt.


Fühl' ich just den Hauch von Freiheit,
hier zu sein, zu tun wonach mir ist.
So weiß ich wohl,
dass da noch Andere sind,
die auf mich warten, hoffen und vertraun. 

Nehm' für heute meine Träume mit,
verbunden sind sie doch mit diesem Land.
Und war das Wiedersehen
auch sehr kurz,
so weiß ich, dass ich wieder komm'.

Der Drang, die Sehnsucht
nach dem Voran mich lockt,
ungewiß ist zwar wie, wo und wann.
Ich fühl' die Leidenschaft
in mir, zu heben diesen (m)einen Schatz.

Und wenn ich auch zunächst entbehren muß,
möcht' ich dieser Straße folgen.
Zu gierig nach noch immer neuen Dingen
zu entdecken hier, zu sehen,
riechen, hören, schmecken, fühlen mehr.


Sollte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Tiefe.


So ist die Zeit nicht lang
bis ich dich endlich wieder seh',
durchfahre das geliebte Land
vom westlich Kreise her
und lande wohl an Stelle großer Weite.

In Jeetzel, kleines Dorf bei Lüchow,
am Totenweg entlang zum Henkers Berg ich geh',
zu sehen Flügel, die dort wachsen,
auf dem Felde, dort wo Rehe springen
und viele Wege sich verzweigen.

Der LichterGlanz in Lüchow dann noch
zeigt mir das Städtchen bunt,
vom Katastrophenbrand durch Schultze's Werk
ist gar nichts mehr zu sehn,
wieder aufgebaut von Lietzmann, dankt die Stadt.

Der Feuerschale heftig Brennen
heute hier den Kindern dient
zur Freude aller - bekannt beschaulich
die Gemeinde wirkt auf mich.
Trotz' Kälte und dem frischen Abschiedswind.

Der Bus am kommend' neuen Morgen
bringt mich nun wieder
fort von Dir - ein Weilchen nur.
Hier lass' ich Spuren, lege meinen Körper nieder;
eins ist gewiss: ich komm' zurück.


Könnte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Ansicht.


Nach kurzer Weil bin ich nun wieder
dort, hier an diesem wunderbaren Ort.
Vom Jeetzel-Dorf aus
geh' umher ich, bald im Dunkeln.
Sehen ist zunächst ein Ahnen doch.

Ein Sturm läßt wild am weiten Himmel
wolkenlos die Sterne funkeln;
im fahlen Licht, wie Silberbänder leuchtend,
streichen Wege an der Felder Ränder.
Sie leiten mich, ziehn mich hindann.

Weihnachtsglanz sowie auch seltsam gelbe Säcke
voll mit Unrat an der Häuser Gärten,
doch verweht, liegen sie wer weiß wie lang.
Diese Beutel stören gar des Festes wilden Frieden,
denn Müll will dann wohl keiner sehen.

In Krummasel andern Tags leuchtet mir
ein Riesen-X grell an der Kirche Mauer
den Weg im Dorf, zu gehen ein paar Schritte.
Ansonsten dunkeler Ort zu dieser Zeit
des Jahres - in Fenstern leuchten Kerzen.


Dürfte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Weite.


Im neuen Jahr start' ich drauf los,
der Ort, zu dem's mich hinzieht, ist bekannt.
Im geliebten Land führen mich die Pfade doch
diesmal nicht ganz dahin - in Lüchow's Wendenschänke
find ich Einkehr und die Stadt zeigt mir ihr Herz.

In hellen Stunden offenbart sich Lüchow dann
als Fachwerkperle mir. Am Glockenturm,
die geheime Brettertür grinst mir entgegen,
ragen spitzenmässig Mauern in die Strasse
- so mancher Lüchower hat's noch nie gesehen.

Strahlenförmig, wie ein heller Stern
geh' ich die Tage meine Ziele an.
Bei Grabow entdeck' ich des Obergutes Flair;
hier werden Kinder lernen, spielen, lachen
und sicherlich noch vieles mehr.

Neritz birgt einen wunderbaren Raum,
zu leben dort in alten Mauern
wär' ein Traum. Dort zeigt sich Freundschaft
auf lebhafte Weise. Gelohnt schon deshalb
hat sich meine Reise.

Durch Jeetzel um bekannte Ecken auf Besuch,
kann ich die Wehmut nicht so ganz verstecken
- verwehrt sich mir doch hier ein Haus am Ort.
Andern Tags erkund' auf Schuster's Rappen
ich noch deren viele weitere Rundling' schön.

Jene typisch rund angelegten Dörfer
voll von Charme und tiefer Seele.
Bergen, im Kreis gebaut, Atem des Heiteren,
zu treffen sich in Dorfes Mitte dort.
Gemeinsam feiern, lachen, reden, tanzen - Allerlüd.


Bräuchte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Seele.


Durch Küsten, Salderatzen, Zebelin führt
mich mein Weg auf nach Marlin.
Die Freundlichkeit, die offene Art der Leute,
bringen mir willkommen Stunden
heute, da ein Sturm sehr wütet über's Land.

Und geh' ich abends an der Jeetzel lang,
zeigt sich mir ein Fluß voll Drang zum Weiter.
Die Strömung, streckenweise kaum zu sehen,
rauscht an den Wehr'n in wilder Brandung.
Vom Sturm zerhackte Äste betanzen Wasser's Gischt.

Besonders an der Jeetzelbrücke, dort
wo sein' Anfang nahm der Große Brand,
reizt sehr das Spiel des Wassers,
treibt er mich mit, der Fluß, wohl in Gedanken
hin zur Elbe und des weiteren zum Mee-h-r.

Doch zunächst noch lockt der Schützenpark
zu illustren Gängen, wo der Hunde viele spielen.
Die Stadt so fremd und doch schon heimisch mir;
sollt' finden hier ich Arbeit und auch Bleibe
in der Näh' - nichts hielt mich andernorts, fürwahr!


Hätt' wohl ein Leben zu leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deinen ganzen Reichtum.


Die Wochen fliegen wie der Wind
durchs Land, wo ich jetzt öfters bin,
zu finden Haus und Hof.
Mich niederlassen mit den Meinen,
dafür reis' ich her und hin.

Im Holsteinischen bin ich nun nicht mehr oft;
Du, WEND.e.n.LAND wirst Heimat mir.
Dein Grund und Boden, Deine Dörfer, Städte
lassen meine Kindheit mich erinnern,
was mich Näh' zu Dir verlangen lässt.

Ich geh' mit offenen Augen
hier umher, habe viel Kontakt.
An Hilfen fehlt es nicht,
gute Freunde kommen noch dazu; einzig
Einer fehlt, er wohnt doch hier,
doch bleibt verborgen, mir.

Es geht ganz schnell,
nach vielem Suchen tut sich unverhofft
die Möglichkeit, zu bleiben auf.
Dort, wo im Sommer Rosen blühen
und Leerstand über Jahre herrschte,
find' ich Heim und Hof.

Zusammen mit Kindern, Hund und Katz'
ich Erste bin, die bezieht die kleinen, alten Räume,
deren Charme mir nicht verborgen bleibt.
Zu bilden Gemeinschaft mit noch Anderen
steht noch aus; oder nochmal weitersehen.

Will jetzt wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Liebe, WEND.e.n.LAND


(poetry © stepha. mara brock)


domenica 15 febbraio 2015

an Dich


Nachts, gerne weil ich
in der kleinen Stadt am Fluß,
der ruhig durchzieht,
spiegelt wider Leuchten, deren Schein.

Über mir am weiten Himmel
Kraniche anmutig fliegen
in geordnet' Schattenform.
Gehe diese eine Neue Straße,
hoffend hier Quartier
zu finden, endlich.
Um zu leben hier im Land
und zu leben überhaupt.

Die Gedanken sind bei Dir,
der Blick wohl hin
zum Dorf mit Heimatduft.
Sterne funkeln über mir
mit ihren Bildern
in Deine Richtung, doch
Du bist weit weg.

Noch im Ohr ist Deine Stimme,
die mir gut tat und auch nicht.
Doch vertrau' ich Dir
und Deiner ehrlich' Art.
Frage mich,
was ist es bloß, was
Dich so stark mißtrauen lässt ....?

Ja, ich sehe Deine Wunden
aus vergangner Zeit,
doch vergleich' mich nicht
mit alten Frauen,
denn sie bin ich wirklich nicht.

Bin noch jung
und so voll Liebe,
die ich teilen möchte.
Doch Du willst sie nicht.
Ein zweites Mal
hinweg just über mir
die Kraniche in Deine Richtung
streichen durch die Nacht.
Ich kann machen,
was ich will,
Du bist immer da
und doch weit weg.

Jede Straße ich passiere
und sei sie noch so klein,
zu erspüren diese Stadt,
die mich beseelt wie ein Juwel.

Später dann in
meiner Wendenzelle Nr. 5
ist sie wieder da
die Tristess, the Loudness
of my Lonelyness.

Schreibe diesen Brief,
ich muß,
doch möcht' ich lieber
Deine Stimme hör'n
deine Zärtlichkeit,
welch' ich schon fühlen durfte,
wieder spürn.

Einmalig schön, war es auch kurz,
so ist es immer mir
im Sein
bleibend, wieviel Liebe
in Dir schlummert.

Sei jetzt hier
- Du bist nicht da,
und ich allein.

unfrank.iert per Post an C.-o-o-K.
( poetry © stepha. mara brock)


giovedì 15 gennaio 2015

WEND.e.n.LAND - unplugged


So bin ich endlich - lang ist's her
mal wieder im geliebten Land gestrandet,
auf der Suche meiner Straßen
weil der steten, lebhaft' Reisen
in diesem, meinem jungen Leben.

Wie schon des Öftern und mit Neugier
führt sie mich heran
an des langen Elbestrandes Ufer
mit seinem leisen Flüstern
"Folge mir, folge mir zum Mee-h-r!"

Bedächtig, ruhig im Morgendunst
der Strom liegt vor mir,
kalt und schneidend, der Ostwind
peitscht ohne Gnade
unerwartet mir in mein Gesicht.

Eben noch im warmen, ausgedehnten Lager
erkunde ich das geliebte Land,
ein Stückchen heut' nur,
birgt doch dieser Erdenfleck
soviel Anderes und ein Weiter noch.


Wollte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Schönheit.


Gestern in des Junkerwerders Forst
fühlt' ich Freude, Wärme und ZuHause.
Heute auf dem Pfad am Ufer
erleb' ich Kummer, Kälte, Fremdenheit.
Doch Vision kommt von dem Land was mich umgibt.

Voran zur Hiddesakker Insel,
wo einst Zerstörung, Brand und Hexenmord
und jüngst unsäglich' Flut geschah,
zeigt mir, geh' ich weiter nun,
die Jeetzel ihre weit gespreizten Arme.

Der Fluß, die Elbe nährt,
im Nebel liegt, mir jetzt entgegen kommt.
Gedanken gehen fort ins Land,
wo er Lauf durch Lüchow nimmt,
liegt viel vor mir, noch, was mich zu sich lockt.


Müsste wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Vielfalt.


Fühl' ich just den Hauch von Freiheit,
hier zu sein, zu tun wonach mir ist.
So weiß ich wohl,
dass da noch Andere sind,
die auf mich warten, hoffen und vertraun.

Nehm' für heute meine Träume mit,
verbunden sind sie doch mit diesem Land.
Und war das Wiedersehen
auch sehr kurz,
so weiß ich, dass ich wieder komm'.

Der Drang, die Sehnsucht
nach dem Voran mich lockt,
ungewiß ist zwar wie, wo und wann.
Ich fühl' die Leidenschaft
in mir, zu heben diesen (m)einen Schatz.

Und wenn ich auch zunächst entbehren muß,
möcht' ich dieser Straße folgen.
Zu gierig nach noch immer neuen Dingen
zu entdecken hier, zu sehen,
riechen, hören, schmecken, fühlen mehr.


Sollte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Tiefe.


So ist die Zeit nicht lang
bis ich dich endlich wieder seh',
durchfahre das geliebte Land
vom westlich Kreise her
und lande wohl an Stelle großer Weite.

In Jeetzel, kleines Dorf bei Lüchow,
am Totenweg entlang zum Henkers Berg ich geh',
zu sehen Flügel, die dort wachsen,
auf dem Felde, dort wo Rehe springen
und viele Wege sich verzweigen.

Der LichterGlanz in Lüchow dann noch
zeigt mir das Städtchen bunt,
vom Katastrophenbrand durch Schultze's Werk
ist gar nichts mehr zu sehn,
wieder aufgebaut von Lietzmann, dankt die Stadt.

Der Feuerschale heftig Brennen
heute hier den Kindern dient
zur Freude aller - bekannt beschaulich
die Gemeinde wirkt auf mich.
Trotz' Kälte und dem frischen Abschiedswind.

Der Bus am kommend' neuen Morgen
bringt mich nun wieder
fort von Dir - ein Weilchen nur.
Hier lass' ich Spuren, lege meinen Körper nieder;
eins ist gewiss: ich komm' zurück.


Könnte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Ansicht.


Nach kurzer Weil bin ich nun wieder
dort, hier an diesem wunderbaren Ort.
Vom Jeetzel-Dorf aus
geh' umher ich, bald im Dunkeln.
Sehen ist zunächst ein Ahnen doch.

Ein Sturm läßt wild am weiten Himmel
wolkenlos die Sterne funkeln;
im fahlen Licht, wie Silberbänder leuchtend,
streichen Wege an der Felder Ränder.
Sie leiten mich, ziehn mich hindann.

Weihnachtsglanz sowie auch seltsam gelbe Säcke
voll mit Unrat an der Häuser Gärten,
doch verweht, liegen sie wer weiß wie lang.
Diese Beutel stören gar des Festes wilden Frieden,
denn Müll will dann wohl keiner sehen.

In Krummasel andern Tags leuchtet mir
ein Riesen-X grell an der Kirche Mauer
den Weg im Dorf, zu gehen ein paar Schritte.
Ansonsten dunkeler Ort zu dieser Zeit
des Jahres - in Fenstern leuchten Kerzen.


Dürfte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Weite.


Im neuen Jahr start' ich drauf los,
der Ort, zu dem's mich hinzieht, ist bekannt.
Im geliebten Land führen mich die Pfade doch
diesmal nicht ganz dahin - in Lüchow's Wendenschänke
find ich Einkehr und die Stadt zeigt mir ihr Herz.

In hellen Stunden offenbart sich Lüchow dann
als Fachwerkperle mir. Am Glockenturm,
die geheime Brettertür grinst mir entgegen,
ragen spitzenmässig Mauern in die Strasse
- so mancher Lüchower hat's noch nie gesehen.

Strahlenförmig, wie ein heller Stern
geh' ich die Tage meine Ziele an.
Bei Grabow entdeck' ich des Obergutes Flair;
hier werden Kinder lernen, spielen, lachen
und sicherlich noch vieles mehr.

Neritz birgt einen wunderbaren Raum,
zu leben dort in alten Mauern
wär' ein Traum. Dort zeigt sich Freundschaft
auf lebhafte Weise. Gelohnt schon deshalb
hat sich meine Reise.

Durch Jeetzel um bekannte Ecken auf Besuch,
kann ich die Wehmut nicht so ganz verstecken
- verwehrt sich mir doch hier ein Haus am Ort.
Andern Tags erkund' auf Schuster's Rappen
ich noch deren viele weitere Rundling' schön.

Jene typisch rund angelegten Dörfer
voll von Charme und tiefer Seele.
Bergen, im Kreis gebaut, Atem des Heiteren,
zu treffen sich in Dorfes Mitte dort.
Gemeinsam feiern, lachen, reden, tanzen - Allerlüd.


Bräuchte wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Seele.


Durch Küsten, Salderatzen, Zebelin führt
mich mein Weg auf nach Marlin.
Die Freundlichkeit, die offene Art der Leute,
bringen mir willkommen Stunden
heute, da ein Sturm sehr wütet über's Land.

Und geh' ich abends an der Jeetzel lang,
zeigt sich mir ein Fluß voll Drang zum Weiter.
Die Strömung, streckenweise kaum zu sehen,
rauscht an den Wehr'n in wilder Brandung.
Vom Sturm zerhackte Äste betanzen Wasser's Gischt.

Besonders an der Jeetzelbrücke, dort
wo sein' Anfang nahm der Große Brand,
reizt sehr das Spiel des Wassers,
treibt er mich mit, der Fluß, wohl in Gedanken
hin zur Elbe und des weiteren zum Mee-h-r.

Doch zunächst noch lockt der Schützenpark
zu illustren Gängen, wo der Hunde viele spielen.
Die Stadt so fremd und doch schon heimisch mir;
sollt' finden hier ich Arbeit und auch Bleibe
in der Näh' - nichts hielt mich andernorts, fürwahr!


Will wohl ein Leben leben
- WEND.e.n.LAND -
zu sehen deine ganze Liebe.



NOCH UNVOLLENDET

( poetry © stepha. mara brock)